Am Samstag den 30. September war es endlich soweit – Start der Saison 2017/18 für die Schanzer Baskets in der Bayernliga. Die Voraussetzungen waren gut: Der Kader war voll besetzt und man hatte das Privileg in der eigenen Halle die Gäste aus Nürnberg zu begrüßen.

Die Gastgeber starteten mit Volldampf in die Partie. Am defensiven Bollwerk der Schanzer bissen sich die Gegner des Post SV die Zähne aus. Die Heimmannschaft ließ nur 7 magere Pünktchen zu, während am anderen Ende des Feldes 11 Punkte erzielt werden konnten. 4 Punkte Vorsprung trotz einer Chancenverwertung, welche man als „suboptimal“ bezeichnen konnte. Es sah ganz so aus, als ob das neue Konzept von Coach Dizdarevic aufging.

Der zweite Spielabschnitt gestaltete sich etwas verfahrener. Flüchtigkeitsfehler schlichen sich ein und die Ingolstädter belohnten sich nicht für ihre erarbeiteten Chancen. Resultat: Halbzeitstand 27-28 aus Sicht der Heimmannschaft. Uhren auf Null.

Coach Dizdarevic musste in der Halbzeitpause nicht viel sagen. Zum einen war sich jeder seiner Fehler bewusst und zum anderen gehörte die Kabinenpredigt voll und ganz Levent Görmüs. Die flammende Ansprache ließ keinen Spieler kalt. Die Umkleide wurde mit geschwollener Brust und einem Ziel verlassen: Heute wird alles auf dem Feld gelassen – „…und wenn ein Krankenwagen gerufen werden muss, dann rufen wir halt einen!“ (Zitat aus Levent G‘s Ansprache). Leider schafften es die Gastgeber nicht, die Theorie auch in die Praxis umzusetzen und ließen sie sich von den Nürnberger wiederholt den Schneid abkaufen. Die Unzufriedenheit mit einigen umstrittenen Entscheidungen der Unparteiischen tat ihr Übriges um die Schanzer weiter zu demotivieren. Stand nach drei Vierteln: 39-48 Vorteil für die Gäste.

Der Heimtrainer stellte also kurzerhand das System um und schickte frische Beine auf das Parkett. Zwischenzeitlich sah man nochmal schönen Basketball der Schanzer, die Heimmannschaft kam aber leider nicht mehr ran – trotz ausgezeichneter 3er Quote von Daivaras „Lefty“ Plauska, der den Gegnern nach seiner Einwechslung direkt zwei Würfe von draußen einschenkte. Letztendlich musste man sich aber mit einem Endstand von 57 zu 73 abfinden.

Doch aus Fehlern lernt man ja bekannter Weise. Andererseits sind manche unbelehrbar. In den nächsten Spielen müssen die Schanzer zeigen aus welchem Holz sie geschnitzt sind.

Schon nächsten Samstag geht es weiter, wenn die Schanzer am 07. Oktober auswärts gegen Heroldsberg alles in die Waagschale werfen. Auch hier gibt es nichts geschenkt – doch wenn es einfach wäre, würde es jeder machen.

Stimmen nach dem Spiel:

Levent G.: „Meine Ansprache kam von ganz tief aus dem Inneren.“

Simon B.: „Ich hatte Gänsehaut.“

Büny Y.: „Ich habe was falsches gegessen.“

Nick W.: „So ein Dusch-Bier ist schon was feines.“

Statistik zum Spiel: Spielerstatistiken vs. POST SV Nürnberg

Vielen Dank an INTV für die Berichterstattung: Link zu intv.de